In liebevoller Erinnerung
die nierenkranke Katze aus Goldberg
Manchmal schleppt sich ein Tier aus letzter Kraft genau dorthin, wo es Hilfe findet.
An einem Wochenende stand sie plötzlich vor der Tür unserer Pflegestelle in Goldberg – eine unbekannte Katze, niemand wusste woher. Einen Besitzer konnten wir nicht ermitteln. Was wir sahen, beunruhigte uns sofort: ein stark aufgetriebener Bauch, kaum Appetit, extremer Durst, häufiges Erbrechen, eine Kauerstellung, die verriet, dass es ihr nicht gut ging. Wir vermuteten Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum und brachten sie so schnell wie möglich zum Tierarzt.
Die Diagnose war niederschmetternd: Niereninsuffizienz im Endstadium, Herzprobleme, Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum. Eine Einschläferung stand im Raum. Wir entschieden uns zunächst dagegen – nicht aus Naivität, sondern aus Überzeugung: Sie hatte sich aus eigener Kraft zu uns durchgekämpft. Sie wollte nicht wieder gehen. Also durfte sie bleiben.
Was folgte, war keine Behandlung mit dem Ziel der Genesung, sondern eine Sterbebegleitung mit dem Ziel, ihr die letzten Tage so liebevoll wie möglich zu gestalten. Sie bekam Nierenfutter, Medikamente gegen die Übelkeit und vor allem: Wärme, Ruhe und Zuwendung.
In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 2026 schlief sie gegen 4:32 Uhr friedlich ein, in ihrer vertrauten Ecke, umgeben von allem, was ihr in dieser Zeit Sicherheit gegeben hatte.
Wir sind traurig, aber auch erleichtert. Sie musste nicht alleine gehen. Sie musste nicht auf der Straße sterben. Sie durfte ankommen – und in Frieden gehen.
Komm gut über die Regenbogenbrücke. Wir wünschen dir eine Zeit ohne Schmerz, ohne Entbehrungen und voller Frieden.