Fragen und Antworten
Wir bekommen viele Fragen zu Katzen, zur Vereinsarbeit oder zu Spenden. Hier findet ihr die häufigsten Antworten.
Streunerkatzen und Verhalten
Nähert euch vorsichtig und bietet Futter und Wasser an. Beobachtet die Katze: Wirkt sie krank, verletzt oder abgemagert? Dann meldet euch bei uns. Wir kommen vorbei, beurteilen die Situation und kümmern uns um die nächsten Schritte. Auch wenn ihr euch unsicher seid, ob es sich um einen Streuner oder einen Freigänger handelt, helfen wir gern weiter.
Unkastrierte Katzen vermehren sich unkontrolliert. Ein einziges Katzenpaar kann innerhalb eines Jahres für bis zu 15 Nachkommen sorgen. Die Folge: Überpopulation, Krankheiten, Revierkämpfe und Tierleid. Kastration ist die wirksamste Maßnahme, um das zu verhindern. Deshalb ist sie ein Kernstück unserer Arbeit.
Geduld, Ruhe und Routine. Vermeidet schnelle Bewegungen und direktes Anstarren. Füttert zu festen Zeiten am selben Platz. Manche Katzen brauchen Tage, andere Wochen. Jedes Tier hat sein eigenes Tempo. Wenn ihr eine scheue Katze in Pflege habt, beraten wir euch gern.
Wenn ihr regelmäßigen Kontakt zu der Katze habt, ist eine Entwurmung sinnvoll, aber bitte nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt. In akuten Fällen (Durchfall, Abmagerung, sichtbare Parasiten) meldet euch bei uns. Wir organisieren die tierärztliche Versorgung.
Das kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal ist die Katze krank und sucht Nähe. Manchmal wurde sie ausgesetzt und kennt Menschen. Beobachtet das Verhalten über einige Tage. Wenn die Katze zutraulich, aber mager oder krank wirkt, meldet euch bei uns.
Giardien sind einzellige Darmparasiten, die bei Katzen häufig vorkommen. Sie verursachen Durchfall, Gewichtsverlust und Schwäche. Giardien sind behandelbar, aber ansteckend, auch für Menschen. Frisch aufgenommene Katzen müssen deshalb immer in Quarantäne und tierärztlich untersucht werden. Das gehört bei uns zum Standardablauf.
Vermittlung und Aufnahme
Ihr meldet euch bei uns und beschreibt eure Wohnsituation und Erfahrung mit Katzen. Wir schauen gemeinsam, welche Katze zu euch passt. Vor der Übergabe gibt es ein Kennenlerngespräch, bei Bedarf auch einen Besuch. Jede Vermittlung beinhaltet einen Übergabevertrag und eine Vermittlungsgebühr von 50 Euro.
Die 50 Euro decken einen Bruchteil der Kosten, die wir in jedes Tier investieren: Tierarztbesuche, Impfungen, Kastration, Chip, Entwurmung, Futter während der Pflegezeit. Die tatsächlichen Kosten pro Katze liegen deutlich höher. Die Gebühr ist kein Kaufpreis, sondern ein Beitrag zur Weiterarbeit.
Ja. Wenn es aus schwerwiegenden Gründen nicht funktioniert, nehmen wir jede Katze zurück. Das steht so im Übergabevertrag. Uns ist wichtig, dass es dem Tier gut geht, nicht dass eine Vermittlung auf dem Papier Bestand hat.
Grundsätzlich ja, wenn die Bedingungen stimmen. In Einzelfällen organisieren wir auch den Transport. Schreibt uns einfach, dann klären wir die Details.
Ihr braucht einen separaten Raum für die Quarantäne, Geduld und die Bereitschaft, eure Pflegekatze auch mal zum Tierarzt zu begleiten. Futterkosten und tierärztliche Versorgung übernehmen wir. Aktuell haben wir sechs aktive Pflegestellen in Appelburg, Goldberg und Domsühl. Wir suchen immer Verstärkung, besonders in der Region Plau am See.
Rechtliches und Vereinsarbeit
Nein. Wir sind ein unabhängiger, ehrenamtlich geführter Verein. Es gibt keine vertragliche Bindung mit der Stadt Plau am See oder anderen Behörden. Unsere Arbeit finanziert sich ausschließlich über Spenden.
Unsere Satzung regelt alle Aufgaben, Ziele und Entscheidungsstrukturen des Vereins, von der Gemeinnützigkeit über die Mitgliedschaft bis zur Mittelverwendung. Ihr könnt sie hier direkt einsehen.
Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt 5 Euro, der jährliche Mitgliedsbeitrag 15 Euro. Den Mitgliedsantrag findet ihr hier.
Spenden und Unterstützung
Direkt in die Versorgung der Katzen: Futter, Medikamente, Operationen, Kastrationen, Impfungen und Unterbringung auf Pflegestellen. Wir haben keine Verwaltungskosten, kein Gehalt, kein Büro. Jeder Euro geht in den Tierschutz.
Ja. Wir stellen Spendenbescheinigungen aus, bisher haben wir zehn ausgestellt. Ab 300 Euro verlangt das Finanzamt eine offizielle Quittung. Bei kleineren Beträgen reicht der Kontoauszug, aber auch hier stellen wir gern eine Bescheinigung aus. Schreibt uns einfach eine kurze Nachricht.
Am wirkungsvollsten über eine Patenschaft oder eine monatliche Spende per Dauerauftrag. Auch kleine Beträge machen einen Unterschied, wenn sie verlässlich kommen. Unsere Bankverbindung findet ihr am Ende dieser Seite.
Ihr unterstützt eine bestimmte Katze oder eine Pflegestelle regelmäßig mit einem festen Betrag. Dafür bekommt ihr Updates und seid ein wichtiger Teil des Weges dieser Katze. Patenschaften sind die stabilste Form der Unterstützung, weil wir damit verlässlich planen können.
Sehr gern. Auf unserer Amazon-Wunschliste seht ihr, was aktuell gebraucht wird. Auch Futterspenden, Transportboxen oder Decken nehmen wir dankbar an. Sachspenden können in Plau am See abgegeben oder nach Absprache abgeholt werden.
Zahlen und Fakten
Im Jahr 2025 haben wir 86 Katzen gesichert und medizinisch versorgt. 74 davon konnten wir erfolgreich vermitteln. Von 30 geborenen Kitten haben 26 überlebt. Aktuell arbeiten wir mit sechs aktiven Pflegestellen in der Region.
Die Streunerhilfe Plau wurde 2024 als gemeinnütziger eingetragener Verein gegründet. Die Arbeit begann 2022, als die Gründerin Antonia Wengert eine kranke Streunerkatze vor ihrer Tür fand. Was als Einzelhilfe begann, wurde innerhalb von zwei Jahren zu organisiertem Tierschutz.
Nein. Wir erhalten keine staatliche Förderung, keine kommunalen Zuschüsse und keine institutionelle Unterstützung. Die gesamte Arbeit wird ausschließlich durch private Spenden finanziert und ehrenamtlich geleistet.
Eure Frage war nicht dabei?
Schreibt uns direkt. Wir antworten meistens noch am selben Tag.