Unsere Einsätze
48 Katzen – der Einsatz in Plau am See
Es war Dezember 2024, als die Streunerhilfe Plau am See zum ersten Mal vor Ort war. In einer Gartenanlage in Plau am See lebten rund 50 verwilderte Katzen – viele krank, viele in Not. Und mittendrin eine Frau, die die Tiere jahrelang versorgt hatte, so gut es ihr möglich war.
Es war Dezember 2024, als die Streunerhilfe Plau am See zum ersten Mal vor Ort war. Jemand hatte gemeldet, dass in einer Gartenanlage in Plau am See Katzen unter schlechten Bedingungen lebten. Was das Team antraf, war schlimmer als erwartet: rund 50 verwilderte Katzen, viele davon krank – Katzenseuche, Katzenschnupfen, schwerer Parasitenbefall, extreme Abmagerung vor allem bei den Jungen.
Und mittendrin lebte eine Frau, die die Tiere jahrelang so gut versorgt hatte, wie es ihr unter schwierigsten persönlichen Umständen möglich war. Tierschutz endet nicht an der Katze – wer wirklich helfen will, schaut auch auf den Menschen dahinter. Die Streunerhilfe tat beides.
Ein Jahr Einsatz
Von Dezember 2024 bis Dezember 2025 führte die Streunerhilfe das Projekt fort – Woche für Woche, bei jedem Wetter. Die Neuschätzung ergab rund 52 Tiere. Insgesamt wurden 38 Katzen gesichert, vollständig medizinisch versorgt, kastriert und gechippt – in enger Zusammenarbeit mit dem Katzenparadies Neustrelitz und dem Kleinen Gnadenhof in Schwaan.
Zwei der Katzen waren trächtig. Sie kamen auf die Pflegestelle in Waren, wo 9 Kitten zur Welt kamen. 7 überlebten. Die Mütter waren durch jahrelange Mangelernährung schwer vorgeschädigt; die Kitten erkrankten von Geburt an. Ein Kätzchen – Hope – konnte ihre Augen zunächst nicht öffnen. Wochenlang wurde sie mehrmals täglich versorgt. Sie schaffte es. Alle 7 Kitten wurden später in private Haushalte vermittelt.
Was bleibt
Ende 2025 veränderte sich die Situation vor Ort grundlegend. Die Streunerhilfe übernahm die volle Verantwortung für die verbliebenen Tiere: 8 Jungtiere konnten ins Katzenparadies Neustrelitz überführt werden. 6 Katzen werden weiterhin täglich vor Ort versorgt – von Freiwilligen, ohne offizielle Absicherung, ohne gesicherte Grundlage.
Die Futterstelle existiert in einem rechtlich ungeklärten Umfeld. Eine dauerhafte, stabile Lösung ist noch nicht in Sicht. Die Streunerhilfe ist trotzdem jeden Tag dort.
Warum das wichtig ist
Einsätze wie dieser zeigen, was ehrenamtlicher Tierschutz in der Realität bedeutet: keine einfachen Fälle, keine schnellen Lösungen. Sondern Ausdauer, Ressourcen – und die Bereitschaft, auch dann weiterzumachen, wenn die Rahmenbedingungen alles andere als klar sind.
Wer diese Arbeit unterstützen möchte: Jede Mitgliedschaft, jede Spende, jede Bekanntmachung hilft – direkt und konkret.